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Hi Cleantechie!

Es ist Freitag; es ist Deep-Dive-Tag.

Ich habe dir einen Spickzettel geschrieben, den du in den kommenden Monaten immer wieder herausholen kannst – um in den Debatten um Gaskraftwerke vs. Batteriespeicher, um die sogenannte Kraftwerksstrategie und den Kapazitätsmarkt durchzublicken.

Denn wer hat schon all die Studien, Lobbypapiere und Berechnungen auf dem Schirm? Ich habe sie gelesen und zehn zentrale Punkte für dich herausgefiltert. Du verstehst, wo die Knackpunkte wirklich liegen, welche Details wichtig sind, und du bekommst eine Ahnung davon, wer recht haben könnte.

Let’s go!

PS Das ist eine Ausgabe für Cleantech PROs; die Dienstagsausgaben bleiben immer frei.

1. Gas läuft ein Drittel der Zeit – es ist keine Grundlast.

Energieministerin Katherina Reiche sagte in der Financial Times: „Gas ist die einzige Grundlast, die mir noch bleibt.“ Ihr bliebe keine Alternative.

„Grundlast“ bedeutet: 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Aber deutsche Gaskraftwerke laufen schon jetzt im Schnitt mit nur rund einem Viertel Auslastung. Agora Energiewende und Prognos rechnen für 2035 nur noch mit durchschnittlich 1.450 Volllaststunden pro Jahr – das sind 16 Prozent der möglichen Stunden.

Die Debatte um Gas ist also keine Debatte um Grundlast, auch wenn das Wirtschaftsministerium diesen Eindruck erweckt. Das Stromsystem ist längst weiter.

Das System braucht Spitzenlast als Backup: da sein, wenn Sonne und Wind gerade nicht reichen. Es braucht Flexibilität. Gas und Batterien können beides liefern, da sind sich alle einig. Nur welche Technologie wird Deutschland letztlich einsetzen?

2. Batteriespeicher sind Gegner von Gaskraftwerken.

In normalen Strommärkten sind Batteriespeicher die natürlichen Fressfeinde von Gaskraftwerken:

Speicher drücken die für Gaserzeuger besonders lukrativen Preisspitzen weg. Je mehr Speicher am Markt sind, desto seltener können Gaskraftwerke zu profitablen Preisen laufen. Weniger Laufzeit bedeutet höhere Kosten pro erzeugter Kilowattstunde. Aber die neuen Gaskraftwerke sollen ihre Betriebskosten just auf diesem Strommarkt decken.

Das schrieb ich im Herbst, als die Gaskraftwerksstrategie der schwarz-roten Bundesregierung Gestalt annahm. Das zeigt: Gaskraft hat zunehmend nur noch eine Zukunft, wenn der Staat sie subventioniert.

Für diese Subventionen hat Deutschland zwei Instrumente parat: das Kraftwerkssicherheitsgesetz („Kraftwerksstrategie“) und den Kapazitätsmarkt. Zusammen werden sie gut 50 GW an Leistung in Deutschland fördern – mehr als die Hälfte der heute am Netz verfügbaren steuerbaren Kraftwerkskapazität.

Wie beide aussehen werden, wird also die Energiezukunft Deutschlands auf Jahrzehnte prägen.

Erste wichtige Info für diese Frage:

3. Batteriestrom kostet die Hälfte von Gasstrom.

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