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Hi Cleantechie!

Vergangene Woche habe ich dir eine Mail geschickt und dir Cleantech Ing. Pro vorgestellt – das neue Mitgliedschaftsmodell, das diesen Newsletter ermöglicht. Gut 30 Leser und Leserinnen sind bereits Mitglied geworden.

Vielen Dank an alle, die dabei sind!

Zur Info: Die Linksammlung und die News-Übersicht bleibt immer frei. Die Mehrheit der lĂ€ngeren Texte kommt hinter die Bezahlschranke, mit wenigen Ausnahmen. Heute ist so eine Ausnahme.

Diese Woche schauen wir kurz nach Pakistan und in den guten Links gibt es einen kleinen Schwerpunkt auf die Bundespolitik.

Lets’ go!

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Pakistans große Solarrevolution

Wir sehen in Pakistan gerade, was passiert, wenn der Staat als Mittler und Regler weg fÀllt und die Solarrevolution fast ungehindert ablaufen kann.

Deswegen ist der Fall so interessant.

ZunÀchst eine Grafik von Bloomberg:

📈 Was du siehst

Pakistan importiert immer mehr Solarmodule aus China. Die Grafik zeigt das Volumen des Handels und der steigt wellenförmig immer weiter an. Im Jahr 2024 wird Pakistan deutlich mehr Module importieren als im Jahr 2023. 17 GW werden vorausgesagt.

Das Besondere daran: Diesen Boom haben allein Privatleute ausgelöst.

🍏 Warum dieser Chart wichtig ist

FĂŒr Solarkraft sprach schon immer, dass es eine dezentrale Energietechnologie ist, die jeder nutzen kann.

Wir in Deutschland haben das mit der großzĂŒgigen Förderung durch das Erneuerbaren-Energien-Gesetz seit mehr als zwanzig Jahren zu sehen bekommen. Wortwörtlich in jedem Dorf, auf vielen DĂ€chern und immer öfter auch auf den ZĂ€unen. Deutschland ist an guten Tagen bei einer Erneuerbaren-Quote von knapp 60 Prozent.

Aber in Àrmeren LÀndern wie Pakistan hat die DezentralitÀt noch einmal einen anderen Stellenwert.

Denn in dem Land koppeln sich Bauern, kleine Gewerbetreibende und Privatleute vom nationalen Stromnetz zunehmend mit Solaranlagen ab. Sie senken so ihre Stromkosten – und, vielleicht wichtiger, machen sich unabhĂ€ngig von einem nicht immer voll funktionierenden Staatswesen. Pakistan erlebte immer wieder Netzblackouts und wer Solarmodule auf dem Dach hat, kann diese Zeit ohne zentralen Strom jetzt ĂŒberbrĂŒcken.

Dieser konkret-praktische Aspekt ist aber gar nicht einmal der wichtigste.

Man könnte sagen: Neben Geld war Energie fĂŒr zwei Jahrhunderte die zweite große SĂ€ule, auf denen Staaten errichtet worden. Staaten haben ein Geldmonopol und hatten ein de facto Energiemonopol. Energie hat also eine fundamentale politische Dimension. Das haben wir im Großen im Ukraine-Krieg und der Gaskrise gesehen, wir sehen es jetzt im Kleinen in LĂ€ndern wie Pakistan, wo die BĂŒrger an den zentralen AutoritĂ€ten vorbei ihre Haushalte versorgen können.

Die örtlichen Netzbetreiber in Pakistan spĂŒren das bereits. Ihre UmsĂ€tze fallen und es könnte sein, dass sie die Investitionen in ihre großen, zentral organisierten Kraftwerke abschreiben mĂŒssen.

Es ist plausibel anzunehmen, dass das Gleiche im Prinzip in allen LĂ€ndern passieren wĂŒrde, wenn nicht Gesetze, PfadabhĂ€ngigkeiten und tief verankerte finanziellen Interessen dazwischen stehen wĂŒrden. Konkret gesagt: Ein Land, das Hunderte Milliarden in seinen Kraftwerkspark investiert hat, hat ein Interesse daran, diesen Kraftwerkspark möglichst schonend stillzulegen oder umzubauen.

Aber ein Land, das keinen solchen großen Kraftwerkspark hat, hat dieses Interesse nicht. Und das sind die meisten LĂ€nder der Welt. Pakistans Story ist nur der Anfang der Solarrevolution im globalen SĂŒden.

Das ist eine sehr gute Nachricht. Denn in diesen LÀndern ist das Solarpotential deutlich höher als in Deutschland.

đŸ‘‰ïžÂ Steige tiefer ein

  • The rooftop energy revolution no one knew about (€) – Exponential View

  • Kaum bekannt: Pakistans ĂŒberraschende Solar-Revolution - Deutsche Welle

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Die wichtigen News

Nachrichten, ĂŒber die die Branche gerade spricht.

🌬 Wind

🌞 Solar

🔋 Batterien

🔧 Weitere Technologien

  • ArcelorMittal verschiebt Investitionen in grĂŒnen Stahl aufgrund ungĂŒnstiger politischer und wirtschaftlicher Bedingungen (ESG Today)

  • Norsk Hydro stoppt Projekte zu grĂŒnem Wasserstoff und Batterietechnologien (Bloomberg)

  • FrĂŒhwarnsystem fĂŒr Geoengineering vorgeschlagen (The New York Times)

📈 Marktentwicklungen

  • Chinesische Elektroautohersteller verlieren weiter an Boden in Europa wegen Zollstreitigkeiten (Bloomberg)

  • EDF verlĂ€ngert die Laufzeit zweier Kernkraftwerke in Großbritannien (iNews)

  • Keine Einigung beim UN-Plastikabkommen erzielt (Tagesschau)

  • Kann ein GebĂ€udeklimageld die WĂ€rmewende retten? (Erneuerbare Energien)

  • So soll die Energiewende in den Werkshallen gelingen (Handelsblatt)

Jobs & Deals

đŸ’¶ PropTech-Startup Predium aus MĂŒnchen sichert sich 13 Millionen Euro in einer Series-A-Runde, angefĂŒhrt von Ventech und A/O Proptech. 3 offene Stellen.

đŸ’¶ KI-Energiemanagement-Startup Frequenz aus Berlin erhĂ€lt 10 Millionen Euro in einer Folgefinanzierungsrunde, angefĂŒhrt von Cape Capital, SET Ventures und Enkraft. Mehrere offene Stellen.

đŸ’¶ WĂ€rme-Startup HyperHeat aus Offenburg holt 3,5 Millionen Euro in einer Seed-Runde, angefĂŒhrt von Amadeus APEX Technology Fund, mit Beteiligung von Finindus und Possible Ventures. Keine offenen Stellen.

👉 Hier habe ich fĂŒr dich eine Liste von Jobportalen fĂŒr grĂŒne Jobs zusammengestellt.

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Der letzte Link

Bei dieser Überschrift wird mein Körper zum Roboter und klickt ganz autonom darauf: Get in, Loser—We’re Chasing a Waymo Into the Future

(gefunden im Weekly Filet)

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Rico Grimm

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